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AMERIKA – Das Pferd und sein Reiter

Theaterinstallation

Einmal angenommen, „Amerika sei in der Welt, die es erfunden hat, zurückgefallen“ (T. L. Friedman), so untersucht die Arbeit das Nachleben ausgewählter stilprägender amerikanischer Ikonen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Im Zentrum der Theaterinstallation AMERIKA-Das Pferd und sein Reiter steht die Filmkulisse einer Villa Americana. Sie fungiert als Bezugsrahmen für eine sich schrittweise entfaltende Sound- und Bildcollage, die den Zuschauer in Bewegung setzt. Auf Billboards und Projektionsflächen sowie in einer Soundfläche aus Tonsamples alter Hollywoodfilme begegnen dem Zuschauer Reliquien und Schlüsselerzählungen US-amerikanischer Populärkultur, die mit Hölderlins Hyperionbriefen konfrontiert werden.

In diesem Setting fungieren ein Pferd und sein Reiter als Hauptprotagonisten: Von der Last seines Reiters befreit steht das Pferd in der Landschaft. Ihm gegenüber liegt sein auf den Boden niedergestreckter Reiter. Gemeinsam erinnern und berichten sie vom „amerikanischen Traum“, den Relikten der Wohlstands- und Mediengesellschaft, erzählen Geschichten über die Wünsche, Phantasmen und Verheißungen des Menschen und deren Wandel im Moment ihres Scheiterns.

Konzept, Umsetzung: Julian Rauter / Bühne: Andi Willmann

 

Bilder: Andreas Miller

in Kooperation mit dem Zentrum für zeitgenössische Kunst HALLE 14

Förderer: Stadt Leipzig, Kulturamt, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

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