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Der Große Komödiant

Theaterinszenierung

Der Große Komödiant widmet sich dem Theater als Schauplatz eines sprechenden Körpers. Im Zusammenspiel von Sprache, Textprojektion, Tonsamples und einer Choreografie von Körpern und Objekten im Raum erzählt das Stück von der historischen Dimension theatralen Sterbens.

Auf einer Drehbühne liegt niedergestreckt ein Großer Komödiant. Ausgehend von zwei Abhandlungen von Denis Diderot (Paradox über den Schauspieler) und René Descartes (Meditationen) philosophiert er ausschweifend über Körper und Geist, Gefühl und Verstand, Tod und Auferstehung. Während sich der Monolog als dichtes Textgefüge über die Bühne legt, erscheinen an der Seite des Komödianten eine junge Frau und ein Kind. Sie legen ihn in eine Kiste und präsentieren einen Zaubertrick, in dem sie ihn zersägen. Anschließend wird er an die Decke des Theaters gezogen.

„Die großen Dichter, Schauspieler und vielleicht ganz allgemein alle großen Nachahmer der Natur, wer sie auch seien, sind begabt mit einer schönen Phantasie, viel Urteilskraft, einem ausgeprägten Taktgefühl, einem sehr sicheren Geschmack, aber sie sind die denkbar gefühllosesten Menschen.“ (Denis Diderot)

 Regie, Konzeption, Strichfassung: Julian Rauter / Bühne: Andi Willmann / Kostüm, Künstlerische Mitarbeit: Alisa M. Hecke / Licht: Jakob Bauer / Darsteller*innen: Alexander Blühm Katrin Wiedemann Liselotte Wilde

 

Bilder: Andrea Emma Eßbach

in Kooperation mit LOFFT-DAS THEATER

Förderer: Stadt Leipzig, Kulturamt

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