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Kleine Schule der Beweisführung

Theaterinstallation

Vor den Füßen zweier Kriminalbeamter liegt ein Leichnam. Angesichts des Verbrechens stürzt sich der eine Beamte in die philosophische Erörterung zentraler Fragen menschlicher Existenz. Sein Partner dagegen nähert sich physisch dem leblosen Körpers an. Auch eine Kriminaltechnikerin taucht auf, die sich an die praktische Rekonstruktion des Tathergangs macht.

Anlässlich seines 300. Todestags setzt Kleine Schule der Beweisführung dem Philosophen Gottfried Wilhelm Leibniz ein theatrales Denkmal in Form eines zeitgenössichen Tatortsettings. Das Stück widmet sich dem Ideenkosmos seines Denkens und lässt dabei die Fragilität seiner Beweisführung sichtbar in Erscheinung treten. Ausgehend von der Schrift Versuch in der Theodicée über die Güte Gottes, die Freiheit des Menschen und den Ursprung des Übels (1710) werden zwei zentrale Fragen verhandelt: Warum wird die Welt von einer so großen Ungerechtigkeit beherrscht? Und wie ist angesichts dessen menschliche Freiheit möglich?

Hat sich der Horizont der Fragestellungen im 21. Jahrhundert zwar gewandelt, so ist das Kernproblem in Zeiten großer humanitärer Katastrophen und globaler Umwälzungen bis heute gleich geblieben.

Regie, Konzeption, Strichfassung: Julian Rauter / Bühne: Andi Willmann / Kostüm, Künstlerische Mitarbeit: Alisa M. Hecke / Choreographie Susanne Grau / Licht: Jakob Bauer / Regieassistenz Christoph Nöhrenberg
mit
 Kriminalbeamter 1 Alexander Blühm / Kriminalbeamter 2 Christopher Grimm Kriminaltechnikerin Johanna Bender

Bilder: Manuel Müller, Stefan Hoyer/PUNCTUM, Frederick Lefranc, Johanna Bender

In Koproduktion mit LOFFT-DAS THEATER / In Kooperation mit Deutsche Nationalbibliothek Leipzig

Förderer: Stadt Leipzig, Kulturamt

Video
Materialsammlung