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Traum einer Sache / Geschichte der Vögel

Inszenierung mit Susanne Grau

Wir können den Flug der Vögel nicht mehr so erleben, wie ihn unsere Vorfahren erlebt haben: als einen unmöglichen Traum. Der Vogelflug dient nicht länger als Projektions- fläche unserer Wünsche und Phantasmen. Jeder wahr- haftige Höhenflug des Menschen ist an seine faktische Unmöglichkeit gebunden. Traum einer Sache zeigt drei TänzerInnen, die in ekstatischer Ernsthaftigkeit und mys- tischem Größenwahn anstelle der faktischen Realität, die Beziehung zu einer vollkommenen Illusion ins Zentrum ihrer Bewegungen stellen.

„Es wird sich zeigen, dass die Welt längst den Traum einer Sache besitzt, von der sie nur das Bewusstsein besitzen muss um sie wirklich zu besitzen.“

Ausgehend von einer Passage von Karl Marx an Arnold Ruge widmet sich die Arbeit dem Versuch, mittels spiritueller Energiequellen, potenzierter Überzeugung und innerlichem Größenwahn den Traum einer Sache nach außen zu tragen und in eine präzise und sensible Choreographie von Bewegung und Gesten zu übersetzen. Die Arbeit fragt: Wieviel Pathos, wieviel Größenwahn und wieviel Utopie verträgt unsere Wirklichkeit?

Regie, Choreografie: Julian Rauter, Susanne Grau / Bühne: Andi Willmann/ Kostüm: Alisa M. Hecke / Lichtdesign: Jakob Bauer / Performer: Rocio Marano, Maxwell McCarthy, Katrin Wiedemann / Öffentlichkeitsarbeit NRW: Anika bendel

 

Bilder: Doreen Schuster, Janosch Rauter

in Koproduktion mit LOFFT – DAS THEATER, in Kooperation mit dem Maschinenhaus Essen.

Förderer: Stadt Leipzig, Kulturamt, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und Kunststiftung NRW

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